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Der damals 13-JĂ€hrige Tristan BrĂŒbach wurde 1998 ermordet und bestialisch verstĂŒmmelt. Foto: Bundeskriminalamt

Mordfall Tristan: Keine Hinweise auf Maddie-VerdÀchtigen Christian B.

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Lesedauer 3 Minuten

Der Verdacht der Staatsanwaltschaft Frankfurt, der TatverdĂ€chtigte im „Fall Maddie McCann“ sei fĂŒr den Tod Tristans im Jahr 1998 verantwortlich, bestĂ€tigte sich nicht.

Der Artikel ist auch in Einfacher Sprache verfĂŒgbar.

Von Michi Jo Standl

Frankfurt. Am 26. MĂ€rz 1998 wurde in Frankfurt-Höchst der damals 13-jĂ€hrige Tristan BrĂŒbach in einem Tunnel entlang eines Baches von Kindern tot aufgefunden. Todesursache war ein Schnitt durch die Kehle. Der Leiche des Jungen wurden die Hoden sowie Muskelfleisch aus GesĂ€ĂŸ und Oberschenkel entfernt. Umfangreiche und aufwendige Ermittlungen brachten lange Zeit keine Ergebnisse. Das Tatmotiv ist bislang nicht zur GĂ€nze geklĂ€rt.

Phantom mit Zopf und Narbe

mordfall tristan
Foto: LKA Hessen

2009 hatten die Ermittler zum ersten Mal ein Bild eines möglichen, allerdings unbekannten, TatverdĂ€chtigen vor Augen. Zeugen wollen in der NĂ€he des Tatortes einen blonden „ungepflegten“ Mann mit Pferdeschwanz und Narbe oberhalb der Oberlippe gesehen haben. Ein Phantombild wurde angefertigt, mit dem weltweit nach dem Unbekannten gesucht wurde – ohne Ergebnisse.

Zusammenhang mit „Fall Maddie“ bestĂ€tigte sich nicht

Im Juni des vergangenen Jahres verschmolzen plötzlich zwei aufsehenerregende KriminalfĂ€lle, aber nur kurzfristig. Die Staatsanwalt Braunschweig gab bekannt, dass im Fall der 2007 aus einer Ferienanlage in Portugal verschwundenen, damals drei Jahre alten Maddie McCann gegen einen Mann aus Braunschweig ermittelt wird. Christian B. befindet sich wegen anderer Delikte in Haft. Daraufhin richtete die Staatsanwaltschaft Frankfurt auch im „Fall Tristan“ den Fokus auf den 43-JĂ€hrigen. Ausschlaggebend waren fĂŒr Oberstaatsanwalt Noah KrĂŒger der Tathergang und die Ähnlichkeit mit dem Phantombild aus dem Tristan-Fall, wie die Frankfurter Neue Presse damals berichtete. Tristan war, genau wie Maddie, nur wenige Minuten unbeaufsichtigt. Sie wird bis heute vermisst.

Wie K’RUF von der Staatsanwaltschaft Frankfurt jetzt erfuhr, brachten die Ermittlungen nach KrĂŒgers Anfangsverdacht keine Ergebnisse. Behördensprecher Staatsanwalt Sinan Akdogan: „Konkrete Hinweise, die einen Verdacht gegen einen Beschuldigten begrĂŒnden könnten, liegen derzeit nicht vor.“ Die Ermittlungen zu Tristans Ermordung dauern noch an. „Hinweise, die auch heute noch von Zeit zu Zeit eingehen, werden ĂŒberprĂŒft“, so Akdogan. Das Phantombild des blonden Mannes mit Zopf hat nach wie vor GĂŒltigkeit.

Nach K’RUF-Informationen ging im „Fall Tristan“ nur die Staatsanwaltschaft dem Verdacht gegen Christian B. nach, nicht die Polizei.

Alle Informationen zum „Fall Tristan“ findet man auf der privat gehosteten Internetseite mordfall-tristan.de.

 

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Michi Jo Standl
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