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Symbolbild: polizei-beratung.de

Saarland: Falsche Jugendamtsmitarbeiter unterwegs?

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Lesedauer 2 Minuten

Nach VorfÀllen in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen hatte eine Mutter aus dem Saarland offenbar jetzt auch Besuch einer falschen Jugendamtsmitarbeiterin.

Von Michi Jo Standl

Saarlouis. Nach Ă€hnlich gelagerten VorfĂ€llen in Nordrhein-Westfalen sind angeblich jetzt auch im Saarland falsche Jugendamtsmitarbeiter aufgetaucht. Ihr Ziel ist offenbar, Kinder mitzunehmen. Verena S.* aus Saarlouis war außer sich, nach dem es an der TĂŒr geklingelt hatte. Eine Dame, laut S. mit „auslĂ€ndischem Akzent“,  soll sich als Mitarbeiterin des Jugendamtes vorgestellt haben. Sie habe behauptet, so S., dass sie Informationen von der Schule der Tochter habe, dass diese zuhause misshandelt werde. Die Frau soll gefordert haben, das Kind herauszugeben. S. verlangte von der Frau einen Dienstausweis, den diese allerdings nicht vorweisen konnte. Im Hintergrund sah die junge Mutter zwei MĂ€nner in „polizeiĂ€hnlicher“ Bekleidung, allerdings ohne Hoheitsabzeichen, wie sie erzĂ€hlt.

Nachdem S. die ungebetenen GĂ€ste weggeschickt hatte, rief sie bei der Schule und beim Jugendamt an und erfuhr: Es gibt keine entsprechenden Meldungen!  Eine Sprecherin des Landkreises bestĂ€tigte auf K’RUF-Anfrage ebenfalls, dass keine Mitarbeiter des Kreisjugendamtes bei Verena S. waren. Die Mutter informierte die Polizei, die dies bestĂ€tigte.


WeiterfĂŒhrend: Das Westfalen-Blatt berichtete 2018 von einem Ă€hnlich mysteriösen Fall in Holzen im niedersĂ€chsischen Landkreis Holzminden.


So sollte man sich verhalten

Die Polizeiliche KriminalprĂ€vention der LĂ€nder und des Bundes (ProPK) warnt vor dieser Masche.  Was diese Leute genau wollen, sei der Polizei bislang nicht bekannt, heißt es auf der ProPK-Internetseite. Wollen sie an die Kinder oder die persönlichen VerhĂ€ltnisse ausspionieren? Die Beratungsstelle geht von Letzterem aus. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Mitarbeiter eines Jugendamtes unangekĂŒndigt Hausbesuche machen. Die ProPK rĂ€t, sich immer zu vergewissern wer tatsĂ€chlich an der HaustĂŒr steht, im Zweifelsfall auch mit einem Anruf beim Jugendamt. Verena S. hat alles richtig gemacht.

  • Lassen Sie sich den behördlichen Dienstausweis zeigen. PrĂŒfen Sie Druck, Foto und Stempel.
  • Stellen Sie gezielte Fragen nach dem Grund des Besuches. Dies kann helfen herauszufinden, ob es sich tatsĂ€chlich um einen Mitarbeiter des Jugendamtes handelt.
  • Geben Sie nie familiĂ€re oder finanzielle VerhĂ€ltnisse oder vertrauliche Daten preis.
  • Rufen Sie im Zweifel das örtliche Jugendamt oder die Polizei an.

* Name geÀndert


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